#StolzaufVielfalt.

#StolzaufVielfalt Stolz. auf japanische Wanddekoration. 
Die Wände im Schreibzimmer des Grafen Otto zu Stolberg-Wernigerode zeigen eine außergewöhnliche Dekoration. Was auf den ersten Blick wie eine Ledertapete wirkt, besteht tatsächlich aus sechslagigem Japanpapier, das mit Ranken und Vögeln geprägt sowie im Anschluss vergoldet wurde. Diese als „Japanleder“ bezeichnete Tapetenform wurde erstmals 1873 auf der Wiener Weltausstellung präsentiert, wo sie der damals dort als Botschafter amtierende Graf Otto vermutlich gesehen hat und später in seinem Schloss anbringen ließ. 

#StolzaufVielfalt. Stolz auf chinesisches Porzellan. 
Zu den ungewöhnlichsten Exponaten im Porzellanzimmer von Schloß Wernigerode gehört eine „Chinesische Sitztrommel“. Das etwa 45 cm hohe Objekt in Form einer bauchigen Trommel kann tatsächlich als Sitzmöbel verwendet werden, hat aber mit seiner reichen Bemalung, die ein von Ornamentbändern eingefasstes Stillleben aus Blumenvasen, Vögeln und Schmetterlingen zeigt, vorwiegend dekorative Funktion. Der im 19. Jahrhundert angefertigte, 2009 aus Privatbesitz erworbene Hocker verkörpert die anhaltende Faszination Europas für asiatische Kunst.    

#StolzaufVielfalt. Stolz auf Kunsthandwerk
In der Halle von Schloß Wernigerode stehen drei marokkanische Teetische. Die jeweils achteckigen Möbel sind mit reichen ornamentalen Einlegearbeiten aus Bein und Perlmutt versehen. Historische Fotografien belegen, dass solche Einrichtungsgegenstände zur originalen Ausstattung des in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandenen Raumes gehörten. Sie belegen das damalige Interesse an außereuropäischen Kulturen und die Wertschätzung von deren handwerklichen Fähigkeiten.