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Wilhelm Martin Busch. Zeichner und Lehrer. Ausstellung zum 100. Geburtstag des bedeutenden Illustrators auf Schloß Wernigerode

Am Donnerstag, dem 15. Januar, eröffnet auf Schloß Wernigerode in den Sonderausstellungsräumen des Frühlingsbaus die in Zusammenarbeit mit dem Oldenburgischen Landesmuseum erarbeitete Ausstellung zum 100jährigen Geburtstag von Wilhelm Martin Busch. Mit über 300 illustrativ behandelten Büchern, darunter die großen Erzähler der europäischen Literatur des 19. Jahrhunderts, wurde Busch der produktivste und vielseitigste Zeichner auf diesem Gebiet. Von der Presseillustration über Zeichnungen zur Weltliteratur bis hin zu freien Arbeiten zu St. Pauli oder besonders charakteristisch seinem Spätwerk zu Themen des Zirkus, bietet die Ausstellung das ganze Spektrum an Themen und Techniken, die das Werk dieses Ausnahmezeichners bestimmt haben.

Ende der 20iger Jahre hatte der in Breslau als Sohn des Akademieprofessors Arnold Busch (1876-1951) geborene Wilhelm Martin Busch an den Vereinigten Kunstschulen in Berlin zu studieren begonnen, wo der damals bereits nahezu perfekte Zeichner durch seinen Lehrer Hans Meid (1883-1957) zur Illustration gelenkt wurde. In den 30iger Jahren etablierte sich Busch in Berlin als freier Zeichner, arbeitete zunächst für illustsrierte Zeitungen, wie die „Gartenlaube“, dann schuf er erste Arbeiten für literarische Klassiker, wie Theodor Fontanes Geschichte „Unterm Birnenbaum“ (1937).

Nach 1950 lebte Busch mit seiner Familie in Hamburg, zeichnete noch für die Presse, aber vermehrt für große Buchverlage. Mit seinen unübertroffenen Felderzeichnungen zu Schloß Gripsholm von Kurt Tucholsky setzte er einen ersten Meilenstein. Es folgten die Größen der deutschen, der französischen und der russchischen erzählenden Literatur in gleichmäßiger niveauvoller Folge. Zu dem Höhepunkt seiner ein halbes Jahrhundert umfassenden Tätigkeit als Buchillustrator gehörte die nach 1974 in 20 Bänden erschienene Romanfolge „Die Rougon-Macquart von Emíl Zola“, zu deren Illustrierung Busch fünf Kollegen hinzuzog.

Mit seinen illustrativen, aber auch seinen freien Zeichnungen wurde Busch ein großer Erzähler, dessen Begeisterung für das menschlich-allzu menschliche ebenso wenig zum Stillstand kam, wie seine Faszination von der figürlichen Bewegung. Als Lehrer für Illustration an der Hamburger Hochschule für Gestaltung vermittelte er bis ins hohe Alter seine Passion, seine Selbstauffassung und auch seine große zeichnerische Disziplin an viele Schüler, die nach ihm anerkannte Illustratoren wurden. Die Ausstellung in den Sonderausstellungsräumen des Schlosses Wernigerode zeigt ca. 120 Handzeichnungen, dazu noch mehrere Bücher, weitere Grafiken und Kunsthandwerk, so dass insgesamt ca. 150 Exponate zu sehen sind.

Zur Eröffnung fährt um 18.15 Uhr ab Schloßparkplatz Am Anger die Wernigeröder Schloßbahn zur Eröffnung der Ausstellung und wieder nach Beendigung zurück in die Stadt. Zur Ausstellung ist im Merlinverlag ein gleichnamiger Band „Wilhelm M. Busch. Zeichner und Lehrer“ erschienen, der während der Laufzeit der Ausstellung zum Preis von 18,00 € auf dem Schloß erhältlich ist.

Harzer Kulturwinter auf Schloß Wernigerode

Am kommenden Wochenende, dem 31. Januar beginnt bis zum 15. Februar zum 2. Mal der Harzer Kulturwinter. Unter Koordination des Harzer Verkehrsverbandes haben sich verschiedenste Kultureinrichtungen zusammengefunden, um ein abwechslungsreiches und dichtes Programm durchzuführen.

Schloß Wernigerode bietet 2 verschiedene Veranstaltungen an:

Zum einen wird nach dem phänomenalen Erfolg vom letzten Jahr erneut die Führung durch die Terrassengewölbe des Schlosses Wernigerode angeboten, und zwar am Sonnabend, dem 08.02. um 15.00 Uhr und am Sonntag, dem 15.02 um 15.00 Uhr. Es wird ein Kostenbeitrag in Höhe von 1 € erhoben. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Völlig neu im Programm des Schlosses Wernigerode ist die Veranstaltung im Rauchsalon unter dem Titel: Geschichten rund um das Schloß Wernigerode. Sie findet am Dienstag, dem 10. Februar um 19.00 Uhr und am Freitag, dem 13. Februar um 19.00 Uhr am flackernden Kamin im Rauchsalon vom Schloß Wernigerode statt.

Es wird eine Kurzführung durch das Schloß mit anschließenden Geschichten des Schlosses sowie Anekdoten und Erzählungen mit einem Glas Rotwein angeboten. Der Kostenbeitrag beträgt pro Person 12 €. Wir bitten hierfür um eine Anmeldung bis zu einem Tag vorher. Am einfachsten unter kustodie@schloss-wernigerode.de oder unter der Telefonnummer: 03943/55 30 30. Das einmalige unverwechselbare Ambiente des Rauchsalons wird hierbei den Hintergrund für spannende Geschichten rund um Schloß Wernigerode abgeben.


Erstaufführung des Films Das Morphus Geheimnis in der Region Harz

Am Freitag, dem 6. März wird um 17.30 Uhr in der Schloßkirche St. Pantaleon und Anna des Schlosses Wernigerode in der Harzregion der Film Das Morphus Geheimnis der Provobis-Filmproduktion in Coproduktions zwischen rbb und, BR und mdr erstmalig öffentlich vorgeführt.

Die Hauptrollen des Kinderfilmes spielen Jonas Hämmerle, Oliver Korittke, Michael Roll und Arndt Schwering-Sohnrey. Die Regie des Filmes hat die Potsdamer Regisseurin Karola Hattop, die nicht zuletzt durch die Regie diverser Berlin-Tatorte bekannt geworden ist.

Der Film ist zu großen Teilen vor einem Jahr im Februar 2008 auf Schloß Wernigerode gedreht worden. Im Film spielt das Schloß ein Schloßhotel, in dem der Junge Niki von Gangstern gejagt wird. Schon die Anreise gestaltet sich abenteuerlich: Vater und Sohn erreichen mühevoll ein vollkommen eingeschneites Hotel, ein altes Schloß (das ist Schloß Wernigerode). Ein regelrechtes Katz- und Maus Spiel beginnt zwischen Niki und dem Ganoven, als der arglose Junge mit seinem Trompetenspiel die Magie der Morphusnoten beweist. Fast die gesamte Umgebung befindet sich nun in einer Art Dornröschenschlaf – fast alle, bis auf den Gauner Max. Dieser wird gespielt durch Oliver Korittke. Korittke ist allgemein bekannt nicht zuletzt durch seine Rolle in der Münsteraner Krimiserie Wilsberg und damit beginnt der trickreiche Kampf Gut gegen Böse, Fantasie und Köpfchen gegen pure Gier. Niki scheint ganz auf sich allein gestellt, doch die Musik und seine Freundschaft mit Marta geben ihm Kraft.

Zur Filmpremiere in der Harzregion werden die Regisseurin Karola Hattop sowie der Schauspieler Oliver Korittke anwesend sein. Ebenso als Vertreter der produzierenden Filmfirma Provobis, Herr Wolfgang Plehn.

Der Eintritt zu dieser Vorstellung kostet 5 €. Zur Vorstellung fährt ab 16.30 Uhr vom Schloßparkplatz „Anger“ die Wernigeröder Schloßbahn und nach Beendigung des Films zurück zum Schloßparkplatz „Anger“.

Der Film wurde gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg und vom Deutschen Filmförderfonds. Als Coproduzenten fungierte der Rundfunk Berlin-Brandenburg rbb, der Mitteldeutsche Rundfunk mdr und der Bayrische Rundfunk BR. Der gesamte deutsche Kinostart war am 22. Januar 2009.

www.schloss-wernigerode.de
Nähere Informationen auch über das Redaktionsbüro für das Filmprojekt Das Morphus Geheimnis Nicole Stelzner n.stelzner@progress-film.de und Barbara Löblein b.löblein@progress-film.de.

Museumsfrühling

Seit Jahren beteiligt sich die Schloß Wernigerode GmbH am Wernigeröder Museumsfrühling mit der während der letzten Jahre sehr beliebten Veranstaltung Kunst und Krempel in der Historischen Halle auf Schloß Wernigerode.

Auch in diesem Jahr bietet das Schloß Wernigerode diese Veranstaltung am 22.03.09 nachmittags um 16.00 Uhr in der Historischen Halle wieder an.

Herr Gerd Ilte und Herr Dr. Christian Juranek sprechen über alte Gegenstände und ihren historischen Wert. Inhaltlich geht es, wie auch schon zuvor, vordergründig nicht darum, den Wert zu schätzen, sondern aufzuzeigen welche Funktion und welche Bedeutung die Gegenstände hatten und was sich gegebenenfalls, falls dies aufzulösen ist, hinter ihnen verbirgt.

Um eine seriöse Einschätzung der Gegenstände vornehmen zu können, bittet die Schloß Wernigerode GmbH während der üblichen Bürozeiten Montags bis Freitags zwischen 9.00 Uhr und 16.00 Uhr zur Bewertung vorgesehene Gegenstände auf dem Schloß Wernigerode möglichst bis zum 6. März abzugeben. Die Gegenstände werden dann nach Abschluss der Veranstaltung an die Eigentümer wieder zurückgegeben.

Klaus Ender. Akt und Landschaft.
Photographien zum 70. Geburtstag

Am 2. April 2009 wurde Klaus Ender 70. Jahre alt. Zu diesem Anlass wird am 23. April um 19.00 Uhr im Frühlingsbau auf Schloß Wernigerode eine umfassende Schwarz-Weiß-Ausstellung unter dem Titel Akt und Landschaft eröffnet, die mindestens 140 Bilder in den Formaten 40 x 50 cm bis 60 x 80 cm enthält und bis zum 26. Juli 2009 in den Sonderausstellungsräumen auf Schloß Wernigerode zu sehen sein wird. Anlässlich der Vernissage signiert Klaus Ender seine Bücher.

Die Ausstellung gibt so etwas wie das photographische Resümee seiner langjährigen Bemühungen um Aktphotographie und basiert auf der ersten Aktausstellung der DDR, die Klaus Ender 1975 in Potsdam initiiert hat. Sie wurde um spätere Aufnahmen ergänzt und stellt einen Querschnitt seines 40jährigen Schaffens auf diesem Gebiet dar. Von den Kulturverantwortlichen der DDR mehr gedultet als gefördert, avancierte die
Akt und Landschaft-Ausstellung des Jahres 1975 zu einem enormen Publikumserfolg.

Bereits seit 11. April läuft eine gänzlich anders geartete Ausstellung von Klaus Ender im Bürgerpark in Wernigerode unter dem Titel Jenseits der Hast. Die Ausstellung umfasst 72 Bilder mit Naturmotiven und stellt als Farbbildphotographieausstellung einen inhaltlichen und formalen Kontrast zu der jetzt zu eröffnenden Sonderausstellung auf Schloß Wernigerode dar.

Klaus Ender gab insgesamt über 140 von ihm illustrierte Bücher heraus. 10 davon wurden von ihm selbst geschrieben. Viele Bücher wurden in Fremdsprachen übersetzt und erreichten eine Auflage bis in Millionenhöhe. Dazu kamen über 100 nationale und internationale Kalender mit Motiven von ihm heraus.

1981 übersiedelte Klaus Ender aus der DDR nach Österreich. Er fiel dadurch in der DDR in Ungnade und sein Name wurde in den Landesarchiven und im heutigen Bundesarchiv gelöscht. Bis heute gibt es keine Rehabilitation. Nach 15 Jahren in Österreich kehrte Klaus Ender 1996 nach Deutschland zurück und wohnt seither auf der Insel Rügen, wo er am 10. Mai 1966 mit seiner Photographierkarriere begann.

Die Ausstellung auf Schloß Wernigerode versteht sich als bewusster, formaler und inhaltlicher Kontrast zum Programm der Darbietung von Phänomenen des 19. Jahrhunderts. Zur Ausstellungseröffnung am 23. April spricht neben dem Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode, Herr Peter Gaffert, der Geschäftsführer der Schloß Wernigerode GmbH und Klaus Ender persönlich.

Zur Ausstellungseröffnung fährt um 18.30 Uhr die Schloßbahn zum Schloß und nach Beendigung der Veranstaltung zurück zum Schloßparkplatz „Am Anger“.


Im Mittelpunkt: Natur.
Der Spätromantiker Georg Heinrich Crola (1804-1879)

Am 6. Mai jährte sich um 130. Mal der Todestag von Georg Heinrich Crola, der 1879 in Ilsenburg starb.
Geboren wurde er am 5. Juni 1804 in Dresden und verlebte seine Jugend bei den Großeltern in Meißen, wo er erste künstlerische Anregungen empfing.

1820 sah er zum ersten Mal die Dresdener Kunstausstellung. Mehrmals in der Woche wanderte er zu Fuß von Meißen nach Dresden, um sich durch Unterricht bei den Professoren Klengel und Schubert sowie durch Kopieren in der dortigen Gemäldegalerie auszubilden.

Ab 1825 bis 1828 lebte er dann in Dresden und studierte bei den Professoren Caspar David Friedrich und Johann Christian Dahl. Dem schloss sich ein Wanderleben kreuz und quer durch Deutschland an. Gefördert wurde er durch den Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha in Coburg und die Wanderung wurde unterbrochen durch einen Aufenthalt in Wernigerode, wo er im Jahr 1829 ein Atelier auf Schloß Wernigerode einrichten durfte.

Ab 1830 hielt er sich schließlich in der damaligen Kunstmetropole Deutschlands, in München, auf und gehörte bis etwa 1838 zu den führenden Münchner Landschaftsmalern. Der Schüler Caspar David Friedrichs, der Arzt und Maler Carl Gustav Carus sprach in Bezug auf Georg Heinrich Crola von der Verwirklichung seiner Ideen einer zukünftigen Landschaftsmalerei.

1840 traf Crola eher zufällig im Ilsetal malend auf die Berliner Malerin und Bankierstochter Elisabeth Fränkel. Beide wurden ein Paar und richteten einen gemeinsamen Hausstand gegenüber dem Schloß Ilsenburg ein und wurden so zu den wichtigsten Malern im Harzgebiet im 19. Jahrhundert. Immer wieder wurde der biedermeierliche Ilsenburger Aufenthalt durch umfangreiche Reisen, vor allem durch die Alpen nach Italien sowie an die Nord- und Ostseeküste unterbrochen. Eine Vielzahl von Bleistiftzeichnungen beider Künstler geben heute noch beredt Auskunft über die vielfältigen Verflechtungen beider Künstler weit über die Harzregion hinaus.

Die Ausstellung auf Schloß Wernigerode ist ein Versuch einer erstmaligen Werkschau des spätromantischen Künstlers Georg Heinrich Crola.
Es werden ca. 20 Ölgemälde sowie 120 Handzeichnungen des Künstlers gezeigt. Die Bedeutung von Georg Heinrich Crola ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Dies wird vor allem dadurch deutlich, dass renomierte große Kunstmuseen Deutschlands Gemälde von ihm aufgekauft haben, so die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die Städtische Galerie im Lenbachaus München und die Christoph Heilmann Stiftung in München. Des Weiteren sind erste Gemälde von amerikanischen Museen auf dem deutschen Kunstmarkt aufgekauft worden.

In der Ausstellung werden erstmals sämtliche Schaffensperioden, also nicht nur die Harzer Periode, präsentiert. Wesentliche Leihgaben bei den Gemälden kommen vom Wittelsbacher Ausgleichsfonds aus Schloß Nymphenburg in München, von der Christoph Heilmann Stiftung in München, aus dem Museum der bildenden Künste Leipzig, aus der Kunsthalle Kiel, von den Kunstsammlungen der Veste Coburg sowie dem Harzmuseum Wernigerode und dem Hütten- und Technikmuseum Ilsenburg. Auch die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt leiht wesentlichen Bestand zu dieser erstmaligen Werkausstellung aus.

Zur Ausstellung erscheint Band 13 in der Edition Schloß Wernigerode, herausgegeben von Christian Juranek, zum Preis von 19,80 Euro. Die im Jahr 1847 geschriebene Malerautobiographie von Georg Heinrich Crola, die bis zum Jahr 1837 reicht, wird hier zum ersten Mal gedruckt der Öffentlichkeit präsentiert.

Crola-Gemälde dank der ÖSA Versicherung jetzt im Schloß

Wernigerode, 28. Oktober 2009. Das Schloß Wernigerode ist um eine Attraktion reicher - ein Gemälde des Caspar David Friedrich-Schülers Georg Heinrich Crola. Die Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalt (ÖSA) haben den Neuankauf ermöglicht. Der ÖSA-Vorstandsvorsitzende Peter Ahlgrim übergab das Ölbild aus dem Jahre 1837 am Mittwoch gemeinsam mit dem Wernigeröder ÖSA-Geschäftsstellenleiter André Fleischhauer an den Geschäftsführer der Schloß Wernigerode GmbH, Dr. Christian Juranek.
Im Zusammenhang mit der aktuellen Crola-Werkschau, die noch bis 1. November im Schloß zu erleben ist, war nach deren Eröffnung ein zu der Zeit im Privatbesitz befindliches Werk Crolas aufgetaucht. Es zeigt eine Waldlandschaft.

"Das Schloß Wernigerode ist in seiner Einmaligkeit ein wichtiges und schönes Aushängeschild für unsere hiesige Region. Die Partnerschaft zwischen ÖSA Versicherungen und Schloß hat dazu in den letzten fast zwanzig Jahren auch ihren bemerkenswerten Beitrag geleistet", sagte der ÖSA-Vorstandsvorsitzende Peter Ahlgrim. "Neben der Sicherung und der Versicherung des Kulturgutes Schloß engagiert die ÖSA sich jetzt zum wiederholten Male im Interesse der dauerhaften Attraktivität des Museums." Den Ankauf des Crola-Gemäldes sehe man darüber hinaus als einheimisches Unternehmen auch unter dem Blickwinkel der Regionalgeschichte.

"Die erstmalige Werkschau des spätromantischen Malers Georg Heinrich Crola erlebt vier Tage vor ihrem Abschluß heute einen so wirklich nicht vorhersehbaren Höhepunkt", zeigte Schloß-Geschäftsführer Dr. Christian Juranek sich erfreut. Das Gemälde werde voraussichtlich in der Halle des Schlosses seinen dauerhaften Platz finden.

Georg Heinrich Crola (1804-1879) hatte mit seiner Frau Elise 1840 in Ilsenburg Quartier genommen und dort bis zum Tode gelebt. Der Schüler des Meisters der Romantik Caspar David Friedrich gilt als wichtigster Maler des Harzgebietes im 19. Jahrhundert. Zeitweilig arbeitete er auch auf Schloß Wernigerode.

Die Crola-Werkschau ist in den Sonderausstellungsräumen auf Schloß Wernigerode noch bis zum 1. November zu sehen.

Vorstellung der Ergebnisse des Projektes Besucherbefragung "Schloß Wernigerode®"
 
Die Hochschule Harz (FH) und die Schloß Wernigerode® GmbH stellten am Montag, dem 26. Oktober 2009, die Ergebnisse einer gemeinsamen, neuen touristischen Studie vor. Die aktuellen Trends zum Besucherverhalten im Schloß Wernigerode® wurden von Dr. Christian Juranek, Museumsleiter und Geschäftsführer des Schloß Wernigerode®, Dipl.- Verkehrswissenschaftler Alexander Schröder, Projektleiter vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, sowie Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann präsentiert.

"Im Zeitraum von April bis Juni 2009 wurden im Rahmen eines gemeinsamen Projektes der Schloß Wernigerode® GmbH und der Hochschule Harz (FH) 475 Besucher der Stadt Wernigerode an zehn verschiedenen Standorten persönlich-mündlich befragt", so Schröder. "Berücksichtigt wurden 354 Schloßbesucher und 102 Stadtbesucher, die das Schloß nicht besuchen wollen." Wichtig für die Besucher- und Nicht-Besucheranalyse waren vor allem die angegebenen Gründe für einen Nicht-Besuch des Schloßmuseums.

"Der Großteil der Schloß-Besucher - zumeist Individualtouristen mit zunehmendem Anteil Mehrfachbesucher - kommt nicht nur aus den umliegenden Bundesländern, sondern auch aus dem internationalen Raum und fällt insgesamt ein äußerst positives Urteil über unser Angebot", betonte Dr. Juranek. "Wir erreichen durchweg hohe Werte in der Kundenzufriedenheit, bei Weiterempfehlungs- als auch Personalbeurteilungsquoten und dem allgemeinen Bekanntheitsgrad." Besonders gefallen den Besuchern die Einrichtung und Ausstattung des Schloß Wernigerode® sowie die vorherrschende Atmosphäre.

Hauptgrund für einen Nicht-Besuch hingegen war vor allem die Zeitnot vieler Kurz- und Geschäftsreisenden oder die eher auf Aktivurlaub angelegten Reisepläne einiger Wandertouristen. "Außerdem beurteilten einzelne befragte Nicht-Besucher den Aufstieg zum Schloß mit Kindern als etwas zu beschwerlich", sagte Schröder.

Die aktuelle Befragung baut auf bereits in den Jahren 1998, 2000, 2003 und 2006 durchgeführten Besucherbefragungen auf. Für die Schloß Wernigerode® GmbH ist eine kontinuierliche Besucherbefragung von besonderem Interesse, da nur so angemessene Reaktionen bezüglich des Besucherverhaltens möglich sind. Weitere Erhebungen zum Tourismus und den Besuchern von Wernigerode sind auch für die Zukunft geplant.

Prof. Dr. Armin Willingmann (l.), Dr. Christian Juranek (m.) und Dipl.-Verkehrswissenschaftler Alexander Schröder

Vorstellung der Ergebnisse des Projektes Besucherbefragung "Schloß Wernigerode": Prof. Dr. Armin Willingmann (l.), Dr. Christian Juranek (m.) und Dipl.-Verkehrswissenschaftler Alexander Schröder (r.)