12.11.2004
Der Klare Blick. Veduten aus Ilsenburg und der Grafschaft Wernigerode
Ausstellung „Der Klare Blick. Veduten aus Ilsenburg und der Grafschaft Wernigerode“ Am kommenden Freitag, dem 12. November 2004, wird um 19.00 Uhr in der historischen Halle des Schlosses Wernigerode die Ausstellung „Der Klare Blicke. Veduten aus Ilsenburg und der Grafschaft Wernigerode“ eröffnet. Es handelt sich dabei um die erstmalige Präsentation aus einer geschlossenen Sammlung von Dr. Peter Bode aus Hamburg, der insgesamt den umfassendsten Graphik- und Handzeichnungsbestand an gesamten Ansichten des Harzes zwischen Aschersleben und Seesen sowie Nordhausen und Wernigerode besitzt. Gerade am Beispiel des ehemaligen Industrieortes Ilsenburg kann deutliche gemacht werden, wie sehr sich die Kulturlandschaft des Harzes auch in den Gegenden geändert hat, wo es keine Kriegszerstörungen oder sonstige nennenswerten Einwirkungen gegeben zu haben scheint. Ilsenburg wird mit einer Fülle von Handzeichnungen als früher Industrieort des 19. Jahrhunderts dokumentiert und seine Vielzahl an Mühlen, Drahtzain- und Seigerhütten werden anhand von Druckgraphik und Handzeichnungen lebendig. Insgesamt sind in der Ausstellung ca. 200 Blatt Originalansichten ausgestellt, davon ca. 60 Graphiken, die Ilsenburg direkt betreffen und 70 Handzeichnungen mit Ansichten aus Ilsenburg. Den nächsten Block nehmen Ansichten aus Wernigerode mit ca. 50 ein. Sonstige Ansichten werden ebenso präsentiert, wie die wahrscheinlich einzige historische Ansicht des Dorfes Abbenrode oder eine Ansicht auf Veckenstedt aus dem 19. Jahrhundert. Zur Ausstellung erscheint im November diesen Jahres in der „Edition Schloß Wernigerode“, herausgegeben von Christian Juranek als Band 7, ein Dokumentationsband, der die wichtigsten Ansichten vor Augen führt und anhand von Einzelblattkommentaren die historische Situation genau erläutert. Die Ausstellung, wie auch der Begleitband, sind dankenswerter Weise durch die Lotto Toto GmbH Sachsen-Anhalt gefördert worden, ohne die vor allem der Begleitband nicht hätte publiziert werden können. Der Sammler, Dr. Peter Bode selbst, wird etwas zur Bedeutung des privaten Sammlers für die Kultur in der heutigen Zeit in der Eröffnung sagen. Der Wernigeröder Galerist und Kenner der Mal- und Zeichenlandschaft Harz, Gerd Ilte, führt in die Thematik der Ausstellung anhand von wichtigen Künstlerbiographien ein. Interessenten sind herzlich zum Besuch der Eröffnung der Ausstellung eingeladen. Um 18.15 Uhr fährt die Schloß- oder Bimmelbahn ab Schloßparkplatz „Am Anger“ zur Eröffnung der Ausstellung und nach Beendigung wieder zurück in die Stadt.
05.07.2004
Konzert mit Persephone
Persephone – in der griechischen Sagenwelt die Gattin des Hades - war eine besondere Göttin, konnte sie doch im Reich der Toten ebenso wandeln wie unter den Lebenden. Hinter der Band des gleichen Namens verbirgt sich Sonja Kraushofer, die bezaubernde Frontfrau der bekannten Chart-Band „L´âme Immortelle - unterstützt durch zwei Celli, Kontrabass, Gitarre und Percussion. Sonjas Soloprojekt beeindruckt durch schöne, melancholische Arangements abseits der Massenware. Ruhige, oft traurige Klänge stehen im Vordergrund; dem klagenden Cello, Klaviermelodien, einer dezent gezupften Gitarre und dem wunderschönen Gesang Sonjas kommen die herausragenden Rollen zu. Bereits im zarten Alter von 10 Jahren hatte Sonja den Traum, Sängerin zu werden. Nach einigen Jahren Klavierunterricht engagierte sie sich neben Gesangsunterricht auch in der hohen Kunst des Tanzes, was im Alter von 18 Jahren in einer Ausbildung an der Wiener Hochschule für darstellende Kunst mündete. Bereits bekannt durch die Band "L´âme Immortelle", widmet sie sich mit PERSEPHONE ihren ganz speziellen musikalischen Vorlieben. Dabei weiß sie gekonnt ihre stimmlichen Fähigkeiten so einzusetzten, daß ein unnachahmlicher Fundus an Kreativität ein weiteres Merkmal ist, durch das sie sich auszeichnet und was sie, gepaart mit einer großen Prise Sympathie zu einer äußerst begehrten Sängerin macht. Sonja gelingt es mit ihrer Musik, den Hörer in ihre intensive Welt voller Verlorenheit, Traurigkeit, aber auch Verträumtheit und vorsichtiger Hoffnung zu en tführen und ihn von einem bittersüssen Hörgenuß zum nächsten zu begleiten. PERSEPHONE wird ihr neues Album "Atma Gyan" (Hindi - "Das ewige Licht") präsentieren, das von einer langen Reise, die die Göttin Persephone unternahm, erzählt.
24.06.2004
Spiel mit der zweiten Haut. Mode vom 19. zum 20. Jahrhundert
Am Donnerstag, dem 24. Juni 2004 wird im Sommerbau auf Schloß Wernigerode die neue Sonderausstellung der Schloß Wernigerode GmbH eröffnet. Es werden über 100 originale Kleider, Blusen, Röcke, Mäntel, Jacken, Capes und sonstige Accessoires der Mode zwischen den Jahren 1890 und 1910 gezeigt. Dazu gehören typische schwere hochgeschlossene Kleider aus Seide, Samt oder feiner Baumwolle, oft mit vielen Rüschen, Spitzen oder Knöpfchen, aber immer mit dem typischen Stehkragen versehen. Ebenso wie weiße Seidenkleider aus feinem Batist mit zarten Spitzeneinsätzen, schweren Wollcapes, bestickten Jacken und Kurzmänteln um nur einige Beispiele zu nennen. Ergänzt wird diese einmalige Textilpräsentation durch originale Schnürstiefel, lange Spitzenhandschuhe, zauberhafte große Federhüte und kleine zarte Käppchen, Hand- und Reisetaschen in vielfältiger Ausführung, Spitzenschirmen, Schmuck und anderen Accessoires. Durch einzelne Möbelstücke, Vasen, Kerzenleuchter, Petroleumlampen und weiterem Gebrauchsgegenständen aus der Zeit der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert wird versucht, der Ausstellung ein lebendiges Ambiente zu geben. Sämtliche Gegenstände stammen aus der wahrscheinlich größten privaten Modesammlung Deutschlands der Josefine Edle von Krepl, die sich bereits zu DDR-Zeiten in Berlin einen Namen als Mode- und Kostümschneiderin und Journalistin gemacht hatte. Zu DDR-Zeiten wirkte sie auch im Verband Bildender Künstler in der Sektion Mode mit und sammelt seit über 45 Jahren historische Kleider. Gegenwärtig baut sie ein erstes deutsches Modemuseum im Schloß Meyenburg/Brandenburg auf, das allerdings als Schwerpunkt das gesamte 20. Jahrhundert enthält. Die ausführliche Präsentation der Kleider vom 19. zum 20. Jahrhundert stellt ein Novum dar. Textile Sammlungen sind in deutschen Museen außerordentlich selten, in der Regel werden entweder Stoffmuster und –proben gesammelt, wie z.B. im Deutschen Textilmuseum in Krefeld, oder aber spezifische andere Kleidung, wie z.B. Uniformen in verschiedenen militärgeschichtlichen Sammlungen. Dezidierte Modesammlungen finden sich in den großen deutschen Museen fast nicht. Um so interessanter dürfte die erste öffentliche Präsentation der ältesten Teile der Modesammlung von Josefine Edle von Krepl auf Schloß Wernigerode sein. Mit der großangelegten Sammlerausstellung in sechs Räumen setzt die Schloß Wernigerode GmbH ihre Bemühungen um das 19. Jahrhundert fort. Die gesammelten Modeschätze kehren dabei gewissermaßen in die originale Umgebung, aus der sie stammen, zurück. Zur Eröffnung am Donnerstag, d. 24. Juni, spricht um 19 Uhr der Aufsichtsratsvorsitzende der Schloß Wernigerode GmbH, Herr Klaus Kirchner sowie die Sammlerin Josefine Edle von Krepl über historische Textilien und ihre Lust am Sammeln. Anschließend kann ein Blick auf die vielfältigen und kostbaren originalen historischen Kreationen geworfen werden. Die Ausstellung läuft bis zum 3. Oktober diesen Jahres und kann mit dem regulären Schloßbesuch wahrgenommen werden.
09.06.2004
Das erste Automobil der Welt auf Schloß Wernigerode
Pressemitteilung Schloss Wernigerode und Autostadt präsentieren am 12. Juni Super-Oldtimer Das erste Auto der Welt macht einen Ausflug nach Wernigerode Das Schloss Wernigerode und die Autostadt präsentieren am Samstag, 12. Juni, das erste Automobil der Welt. Das legendäre Benz-Dreirad von 1886 ist ein Ausstellungsstück, das üblicherweise im ZeitHaus der Autostadt seinen Platz hat. Das 117 Jahre alte Fahrzeug gilt in Fachkreisen als das erste eigenständig angetriebene Automobil und nicht, wie von Gottlieb Daimler behauptet, als motorisierte Kutsche. Der Benz-Patentmotorwagen hat 0,75 PS und 954 Kubikzentimeter Hubraum. Er stammt aus dem Jahr, in dem der bedeutende historische Umbau des Schlosses Wernigerode durch den Blankenburger Baumeister Karl Frühling beendet wurde. Auf diese Weise kehrt der originalgetreue Nachbau des Benz-Dreirades in die Aura und Umgebung zurück, aus der es stammt. Ähnlich wie damals, als Carl Benz die ersten Runden mit seiner Erfindung auf seinem Firmenhof gefahren ist, wird es am Samstag stündlich ab 11.00 Uhr auf dem Schlosshof zu bestaunen sein. Flankiert wird das erste Automobil von der fürstlichen Kutsche des Schlosses, die seit über zehn Jahren zum ersten Mal wieder ausgestellt wird. Zu Beginn der ersten Vorführung des Benz-Dreirades laden wir Sie um 11.00 Uhr im Schlosshof zu einem Pressegespräch mit Christian Juranek, Geschäftsführer der Schloss Wernigerode GmbH sowie Dietmar Busold, Leiter Vertrieb der Autostadt ein. Bitte melden Sie sich für das Pressegespräch bis Mittwoch, 9. Juni, bei Frau Renate Hampe-Gottweis, Schloss Wernigerode, Telefon: 03943 – 55 30 40, Fax: 03943 – 55 30 55, E-Mail: schlosswr@t-online.de, an. Das Schlossfest beginnt um 10.00 Uhr auf dem Marktplatz von Wernigerode, von dort startet ein historischer Wanderer 52 C aus dem Jahr 1938 hinauf zum Schloss Wernigerode. Bis 17.00 Uhr wird alle zwei Stunden das Benz-Dreirad vorgeführt und anhand von historischen Anekdoten sowie technischen Details die Geschichte des Automobils erzählt. Interessierte erhalten Informationen über das Harzstädtchen Wernigerode und über die Autostadt in Wolfsburg. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Schloss Wernigerode GmbH Pressestelle Autostadt Am Schloss 1 Telefon: 05361 - 40 –14 07 38855 Wernigerode Telefax: 05361 – 40 - 1419 Tel.: 03943 – 55 30 40 E-Mail: Pressestelle@autostadt.de E-Mail:schlosswr@t-online.de www.autostadt.de Wolfsburg, 8. Juni 2004
21.01.2004
Ein Modell des gesamten Harzes auf Schloß Wernigerode
Der Wernigeröder Karl-Heinz Eigendorf hat erneut ein Modell für die Schloß Wernigerode GmbH gebaut. Die ersten beiden Modelle waren Schloßmodelle; das erste zeigt das Schloß im gesamten Raumzusammenhang im Maßstab von 1 : 120, das zweite ermöglicht einen Einblick in das Schloß nach innen, da es mit abgenommenen Dach gebaut worden ist. Das dritte Modell nun dürfte für die gesamte Harzregion interessant sein, da es das Gebirge als Landschaftsmodell zeigt. Auf ihm wird nicht nur die naturräumliche Gliederung deutlich, indem die Täler und Berge hervorgehoben sind, sondern auch die Bepflanzung, da die Wälder des Harzes grün eingefärbt sind. Des Weiteren sind deutlich erkennbar die Flußläufe, Talsperren und Seen des Harzgebietes sowie die Städte. Diese alle werden jedoch nicht, wie bei einer Landkarte, durch Schriftzüge gekennzeichnet, sondern diese können variabel durch kleine Aufsätze gekennzeichnet werden. Das Modell bei harzübergreifenden Ausstellungen als Orientierung dienen. Ausstellung, wie Abenteuer, Natur, Spekulation. Goethe und der Harz oder zuletzt Fülle des Schönen. Gartenlandschaft Harz haben verschiedene Orte zum Gegenstand gehabt, die nicht immer im allgemeinen Bewußtsein sind. Anhand des Harzmodells läßt sich daher eine gute geographische Orientierung erreichen. Die Schloß Wernigerode GmbH strebt neben einer Entwicklung zum Zentrum für Kunst- und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts ja die Entwicklung zu einem Landesmuseum für die gesamte Harzregion an und in Zukunft sind weitere Ausstellungen dieser Art geplant, so daß dieses Modell gute Dienste leisten kann. Karl-Heinz Eigendorf hat wiederum weit mehr als 1.500 Arbeitsstunden an Handarbeit in das Modell investiert, so daß ein einmaliges Original, wie es die beiden anderen Modelle bereits sind, entstanden ist. Auch für Werbemaßnahmen, die den gesamten Harz betreffen, kann das Modell eingesetzt werden. Deshalb wird bei der Pressevorstellung am Mittwoch, d. 21. Januar 2004, auch der Geschäftsführer des Harzer Verkehrsverbandes, Herr Michael Lücke, mit anwesend sein. Nicht zuletzt kann dieses neue Harzmodell auch pädagogische Zwecke erfüllen. Die Schloß Wernigerode GmbH hofft, daß zum Beispiel für den Heimatkundeunterricht in Grundschulen und in den Klassenstufen 5 – 8 Gebrauch von dem Modell gemacht wird. Es ist sehr gut geeignet, sich die Geographie des gesamten Harzes einzuprägen und mit ihr vertraut zu machen. |