Pressemitteilungen 2003 Zum Ausdruck in neuem Fenster öffnen Artikel per Email verschicken

25.11.2003
Historischer Weihnachtsmarkt im Innenhof

Pressemitteilung Am kommenden Wochenende, dem 29. und 30. November, bietet die Schloß Wernigerode GmbH wieder ihren inzwischen schon traditionellen kleinen Weihnachtsmarkt im festlich geschmückten Innenhof des Schlosses Wernigerode an. Dabei hat es sich bereits als eine Besonderheit eingebürgert, daß an beiden Tagen um 16 Uhr der echte Nikolaus zu einer Bescherung für die Kinder erwartet wird. Er erscheint wie für den Nikolaus typisch in einem Bischofsgewand und hält kleine Überraschungen für die Kinder bereit. Ein Kinderkarussell, das kostenlos zum Mitfahren einlädt, wie die diverse Stände mit Harzer Besonderheiten, u.a. handgefertigten Teddybären oder selbsthergestelltem Kinderspielzeug, sind erneut zu erwarten. Vertreten ist auch die Wernigeröder Schokoladenmanufaktur ARGENTA mit einem Werksverkauf. Der Zugang erfolgt an beiden Tagen durch das romanische Gewölbe aus dem frühen 12. Jahrhundert, das sonst nur zu Sonderführungen für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Im romanischen Gewölbe kann einem Glasbläser bei seiner Arbeit über die Schulter geschaut werden. Neu ist in diesem Jahr, daß eine Märchenfee die Kinder am Sonnabend umd 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr und am Sonntag jeweils um 13 Uhr und um 15 Uhr zu einer Märchenstunde am Kamin im 1. Schlossrundgang einlädt. Der kleine Weihnachtsmarkt hat inzwischen in den letzten Jahren bereits eine eigene Interessentengemeinde gefunden, die jedes Jahr darauf wartet, daß der stimmungsvolle Innenhof des Wernigeröder Schlosses zu Beginn der Weihnachtszeit wieder durch den Weihnachtsmarkt belebt wird. An beiden Tagen gelten ermäßigte Eintrittspreise. Der reguläre Museumseintritt in die beinahe 50 Räume der 2 Rundgänge kostet an beiden Tagen nur 3 EUR. Die Schloß Wernigerode GmbH heißt alle Besucher zu dieser besonderen Veranstaltung herzlich willkommen. 

17.11.2003
Restaurierung des Festsaales auf Schloß Wernigerode

Restaurierung des Festsaales auf Schloß Wernigerode Der Festsaal im 2. Rundgang auf Schloß Wernigerode gehört zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten bei einem Museumsbesuch. Er ist in einer authentischen Raumfassung der Zeit um 1880 erhalten und original möbliert. Auf der großen Tafel findet sich sowohl die Silberdekoration wie auch originales monogrammiertes Glas bis hin zu den wirklich hier verwendeten Tischservietten. In den letzten Jahren hat es einen Wassereinbruch auf der Längsseite des Festsaales gegeben. Die Schloß Wernigerode GmbH hat daraufhin die Abdichtung und eine Notsicherung der beschädigten Wandmalereien selbst finanziert. Bis heute stand die eigentliche Restaurierung aus. Zusätzlich gab es noch die Aufgabe, die weiß überstrichenen Begleitmalereien oberhalb der großformatigen Fresken wieder freizulegen. Diese Aufgabe hat nun die Gesellschaft der Freunde des Schlosses Wernigerode e.V. übernommen. Dieser Förderverein, vor 3 Jahren gegründet, hat inzwischen einen Eigenanteil für die Gesamtrestaurierung des Raumes aufgebracht, die zu 50 % vom Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt kofinanziert wird. Der Auftrag wird von den Potsdamer Spezialisten für die Restaurierung von Wandmalereien Grahmann, Schwieger & Spies GbR ausgeführt, die in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt für die heikle Aufgabe ausgewählt worden. Die Schwierigkeit besteht darin, daß die ursprüngliche Malschicht auf den drei Wandbildern des Münchner Malers Conrad Beckmann (1846-1902) durch die Schädigungen inzwischen hauchdünn geworden ist und nur noch ein Drittel der ursprünglichen Malstärke aufweist. Die Begleitmalerei oberhalb der Wandbilder wurde bereits an der Stirnseite mit finanzieller Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung als Probefreilegung wiederhergestellt. Danach zeigte sich, wie wichtig die Zusammenbindung von holzgeschnitzter Decke und großformatigen Wandbildern durch die ausgefeilte Begleitmalerei ist. Diese wurde in den Jahren ab 1960 aus ideologischen Gründen mit wasser- und luftundurchlässiger Acrylfarbe überstrichen, die heute in einem aufwendigen Verfahren von Hand wieder mühsam entfernt werden muß. Die Restaurierungsarbeiten dauern bis etwa Februar/März 2004 an. Der Festsaal ist während dieser Zeit öffentlich zugänglich, um den Besuchern einen Einblick in die Fortschritte der Restaurierung zu ermöglichen. Es wird gleichsam ein Blick über die Schulter der Restauratoren möglich sein. Erfahrungsgemäß zeitigt dieses Konzept einer öffentlichen Restaurierung nicht nur großes Interesse bei den Besucher, sondern erhöht nachweislich auch die Spendenbereitschaft für die unmittelbare Restaurierung vor Ort. Die großformatigen Wandbilder zeigen Szenen aus der Geschichte des Hauses Stolberg-Wernigerode und haben eine zweite Bedeutungsebene zur innenpolitischen Situation des Deutschen Kaiserreiches nach 1871. 

14.08.2003
Neue Besucheruntersuchung für das Schloß Wernigerode

Im Sommersemester 2003 wurde in Zusammenarbeit mit der Hochschule Harz/Hochschule für Angewandte Wissenschaften (FH) unter der Herausgeberschaft von Frau Prof. Dr. Karla Henschel und Dr. Matthilde Sophie Groß eine Befragung in Wernigerode über das Besucherverhalten bzgl. des Schlosses Wernigerode durchgeführt. Diese sog. Marktforschung betreibt die Schloß Wernigerode GmbH in regelmäßigen Abständen alle 2 bis 3 Jahre. Bislang sind in den Jahren 1998, 2000 und jetzt, im Jahr 2003 Besuchererhebungen durchgeführt worden, so daß auch eine Vergleichbarkeit über die Jahre hinweg gegeben ist. Durchgeführt wurde die Befragung von einer Gruppe von 10 Studentinnen der Hochschule Harz an verschiedenen Punkten in Wernigerode. Wichtigstes Ziel war es, zu erfragen, ob die Besucher das Schloß Wernigerode besuchen möchten und wenn nein, aus welchen Gründen nicht. Darüber hinaus waren wichtige Daten über die Interessenpotentiale und die Herkunft und die Erwartungen mit der Besucherbefragung verknüpft. Folgende Ergebnisse lassen sich aus dem umfangreichen statistischen Material hervorheben: 41,9 % der Besucher sind zum ersten Mal in Wernigerode 32,8 % sind ein- bis dreimal hier gewesen und 25,3 % schon mehr als dreimal. Der Anteil der Tagesbesucher liegt deutlich über den der länger Aufenthaltenden. Die Relation beträgt 1/3 zu 2/3. Bei Anreise ist das Auto mit 72 % das wichtigste Verkehrsmittel, die Bahnanreise wurde von 9,1 % und die Busanreise von 14,9 % gewählt. Sonstige Verkehrsmittel fallen mit 4,0 % wenig ins Gewicht. Wichtigstes Ziel beim Besuch von Wernigerode ist die Innenstadt und Altstadt mit dem Rathaus, gefolgt vom Schloß, das mit 47,9 % knapp unter der Hälfte der Besuchsinteressen liegt. Für das Schloß ist entscheidend, daß die Entwicklung zu einer eigenständigen touristischen Marke auf gutem Weg ist. Dies wird daran deutlich, daß der Bekanntheitsgrad bei 96,5 % der Befragten liegt, also von daher gute Vorraussetzungen für die Entwicklung einer Marke gegeben sind. Von den Befragten wollen das Schloß knapp die Hälfte besuchen und 17 % bei einem späteren Besuch, allerdings 34 % gar nicht. Von denjenigen, die das Schloß beabsichtigen aufzusuchen, wollen nur 28 % lediglich die Freiterrasse und das Schloß von Außen besuchen, 72 % jedoch auch das Museum im Schloß. Ohne daß eine bestimmte Vorgabe gegeben wurde, liegt im Interesse an Geschichte allgemein bei einem Besuch des Schlosses Wernigerode der entscheidende, ausschlaggebende Grund mit 61,2 % der Nennungen. Auf Platz 2 folgt die hervorragende Aussicht mit 40,3 %. Die seit Jahren gepflegten Sonderausstellungen sind bereits mit 20,5 % an 3. Stelle als Beweggrund für den Besuch des Hauses genannt, dicht gefolgt von der Architektur und der Inneneinrichtung mit 19 %. Den größten Wandel gegenüber den bisherigen Befragungen hat es bei der Antwort auf die Frage, weshalb das Schloß nicht besucht wird, gegeben. War es bislang hauptsächlich der Grund, daß man das Schloß bereits kenne, ist nunmehr der Grund „keine Zeit“ mit 40,4 % die Hauptnennung. Hier muß sicherlich auch von den Verantwortlichen, seitens der Stadt und sonstiger Gebietskörperschaften angesetzt werden. Notwendig ist auch eine Förderung des Tagestourismus und nicht nur des Übernachtungstourismus. Das Argument, daß man das Haus bereits gesehen habe, wird mit 34,6 % genannt. Dieser Faktor geht zunehmend zurück. Argumente, wie „immer wieder das Gleiche“ oder „zu teuer“ wiegen mit 5 bzw ca. 6 % vergleichsweise gering. Deutlich wird auch, das der Anteil derjenigen, die zu Fuß das Schloß besuchen, in den letzten Jahren drastisch gestiegen ist. Zufriedenheit mit der Ausschilderung und der Erreichbarkeit des Hauses, das ja immerhin auf einen Bergsporn oberhalb der Stadt liegt, war mit weit über 90 % durchgängig positiv. Als verbesserungsbedürftig wurden die Bepflanzungen und die Grünanlagen rund um das Schloß in der Befragung genannt. So auch die Situation des Eintritts, mangelnde Parkplätze und fehlende Bänke auch auf dem Weg zum Schloß. Hier muß allerdings darauf verwiesen werden, daß ab 2004 mit einer Rekonstruktion der historischen Gartenanlagen begonnen werden soll, so daß diese Negativkriterien dann in den Hintergrund treten müßten. Besonders hervorzuheben ist die Besucherzufriedenheit. 61,2 % gaben einem Museums- und Schloßbesuch die Note „Sehr gut“, 10,7 % die Note „Ausgezeichnet“ und immerhin noch 27,3 % „Gut“. Überhaupt nicht vergeben wurden die Noten „Mangelhaft“ und „Völlig unzufrieden“. Somit kann davon ausgegangen werden, daß das touristische Produkt Schloß Wernigerode stimmig ist und einen hohen Erlebniswert besitzt. Dies wird auch unter der Maße der Weiterempfehlungen deutlich. Immerhin fast 80 % sagen aus, daß sie das Schloß in jedem Falle weiterempfehlen würden, die Aussage „Nein“ wiegt mit 1,3 % verschwindend gering. Gegenüber den letzten Befragungen hat sich die Altersstruktur erneut gewandelt. War sie noch im Jahr 2000 relativ gleichmäßig über die verschiedenen Lebensalter verteilt, ist inzwischen auch hier eine deutliche Alterspyramide feststellbar. Die Besucher über 50 Jahre stellen dabei inzwischen mehr als die Hälfte der Besucher. Große Überraschungen bei der Befragung gab es bei der Frage nach der Herkunft. Mit 19,5 % liegt, wie in den Jahren zuvor, Niedersachsen nach wie vor an 1. Stelle. Erneut auf Platz 2 gerückt ist der Freistaat Sachsen. Einen großen Aufschwung haben die Besucher aus Sachsen-Anhalt genommen, die bislang sehr weit hinten rangierten und nunmehr auf Platz 3 sich wiederfinden. Das Erstaunlichste ist aber das enorme Anwachsen der Besucher aus dem Ausland. Seit dem Jahr 2000, wo der Anteil noch unter 1 % lag, ist der Anteil der ausländischen Besucher auf weit über 8 % angestiegen, hat also eine Verzehnfachung erlebt. Dem trägt die Schloß Wernigerode GmbH seit 2000 Rechnung, indem konsequent zweisprachig deutsch/englisch ausgeschildert wird und auch die Marketing-Aktivitäten sich bewußt auf den internationalen Markt hin bewegen. Das Bild der neuen Untersuchung ist uneinheitlich. Es zeigt deutlich, daß die Marktposition nach wie vor gehalten wird, aber es immer schwieriger wird, das Besucherpotential zu halten. Vernetztes Marketing ist in diesem Zusammenhang ganz besonders wichtig. Es muß auch von Seiten der Stadt, des Landkreises aber auch von Seiten des Landes Sachsen-Anhalt erkannt werden, welche Bedeutung das Schloß Wernigerode als national wertvolles Kulturdenkmal hat und es muß besonders hervorgehoben vermarktet werden. 

19.06.2003
Die Kunst der Verführung. Franz von Stuck (1863-1928)
Die Kunst der Verführung. Franz von Stuck (1863-1928) auf Schloß Wernigerode Mit der Ausstellung über den Münchner Maler und Plastiker Franz von Stuck setzt die Schloß Wernigerode GmbH ihre Bemühungen der Entwicklung zu einem Zentrum für Kunst und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts fort. Die Ausstellung gibt einen umfassenden Überblick über das bedeutende graphische Werk des Künstlerfürsten Franz von Stuck, der eines der größten zeichnerischen Talente seiner Epoche gewesen ist. In Die Kunst der Verführung. Franz von Stuck (1863-1928) werden Aktzeichnungen, Radierungen sowie Ideen- und Kompositionsskizzen in Verbindung mit Gemälden, Plastiken, Möbeln und Kunstgewerbe sowie Plakaten und Logos gezeigt. Alle zeigen die Fülle und Spannweite von Stucks künstlerischem Schaffen und präsentieren gleichzeitig seine Erfolgsstrategie, die zum Ausstellungstitel geführt hat. Die Kunst der Verführung ist hier nicht plakativ so zu verstehen, wie man es vielleicht auf den ersten Blick verstehen könnte, sondern Stuck hat sein zeichnerisches Können und sein Talent verstanden, so zu vermarkten, daß ein breites Publikum großen Gefallen an seinen künstlerischen Produktion bekommen hat. Stucks Strategie ist die Strategie einer gekonnten Selbstvermarktung, die sich bis zum Aufgehen der Persönlichkeit in einer vermarktbaren Kunst der Jahrhundertwende vom 19. Jahrhundert darstellt. Viele Zeichnungen sind sehr selten in der Öffentlichkeit bisher präsentiert worden, einige sogar noch nie. Die Schloß Wernigerode GmbH ist daher der Erbengemeinschaft Franz von Stuck für die Überlassung der kostbaren Leihgaben sehr zu Dank verpflichtet. Stuck wurde 1863 in Tettenweis/Niederbayern geboren und besuchte 1882-84 die Münchner Kunstgewerbeschule und das dortige Polytechnikum, um Zeichenlehrer an höheren Schulen zu werden. Erst 1885 besuchte er die Münchner Akademie und wollte dann selbständiger Maler werden. Er geriet unter den Einfluß von Diez und Franz von Lenbach, vor allem aber von Arnold Böcklin, der für sein weiteres Leben wegweisend werden sollte. Böcklin hatte die antike Mythologie malerisch wiederbelebt. In südlicher Landschaft fanden sich Faune, Sphinxen oder Nymphen wieder, die jeweils nicht nur Stimmungsakzente setzten, sondern auch im Sinne eines Symbolismus Ideen darstellten. Dies wurde auf breiter Front von Stuck rezipiert und in seinen Werken auch dargestellt. In der Ausstellung sind dafür hervorragende Beispiele zu sehen. Vor allem aber aufgrund der vielen Handzeichnungen und Ideenskizzen kann der Besucher den Weg von einer Idee zum fertigen Kunstwerk nachvollziehen. Der Lebensunterhalt wurde von Stuck zu Anfang seiner Laufbahn durch kunsthandwerkliche Arbeiten und humoristische Zeichnungen bestritten. Vor allem für die Zeitschriften „Allotria“, „Die fliegenden Blätter“ und an dem Werk „Allegorien und Embleme“ hat er gearbeitet und frühen Ruhm erworben. Die Vielfalt der kunsthandwerklichen Produkte reicht bis hin zu phantastischen Hochzeitsblättern, Glückwunschkarten, Programmen, Einladungen, Festkarten, Weinkarten und Menükarten. Als eigentlicher Maler trat er zuerst auf der Münchener Jahresausstellung im Jahr 1889 hervor, auf der er durch sein Werk Der Wächter des Paradieses eine 2. Medaille erhielt. Auf dieser Ausstellung begann auch der große Erfolg, der immer weitere Kreise zog. 1895 wurde er zum Lehrer an der Münchener Kunstakademie ernannt und 1906 durch den Bayrischen Prinzregenten schließlich geadelt. Er war Mitbegründer der Münchner Sezession im Jahre 1893 und schließlich dessen stellvertretender Präsident. Nach Franz von Stucks Tod im Jahre 1928 in seiner Villa in München veranstaltete die Münchener Sezession ein Jahr nach seinem Tode eine große Gedächtnisausstellung im Münchener Glaspalast. Wie sehr er als Künstler geschätzt war, zeigt, daß er Ehrenmitglied der künstlerischen Akademie in Berlin, Dresden, Wien, Mailand und Stockholm gewesen ist. In Stucks Werk gehen symbolistische Tendenzen eine hervorragend nachvollziehbare Symbiose mit sinnlichen Themen ein. Die breit angelegte Schau mit über 200 Originalwerken, die die Schloß Wernigerode GmbH am 19. 06. 2003 eröffnet, zeigt, daß Stuck einen unverwechselbaren Kunst-, Lebens-, Arbeits- und Vermarktungsstil geschaffen hat, der zu einem Gesamtkunstwerk individualer Prägung geworden ist, das dazu diente, an die sinnliche Wahrnehmung der Zeitgenossen zu appellieren und den Betrachter und potentiellen Käufer damit zu verführen. Er wird damit zu einem Wegbereiter des modernen Kommunikationsdesigns. Zur Ausstellung ist die Publikation von Eva Mendgen Franz von Stuck. Die Kunst der Verführung. Das Markenzeichen Franz von Stucks – eine künstlerische Erfolgsgarantie erschienen, die zum Preis von 22,50 EUR im Museumsladen auf Schloß Wernigerode erworben werden kann. Die Ausstellung wird bis zum 31. August 2003 in den Sonderausstellungsräumen im Frühlingsbau auf Schloß Wernigerode gezeigt. Ab Oktober ist dann die Ausstellung Antlitz, Gestalt, Form. Klassizistisches Porzellan und Plastik in Mitteldeutschland geplant. 

28.05.2003
10 Jahr Schloß Wernigerode GmbH
10 Jahre Schloß Wernigerode als Museums GmbH Am 1. Mai 2003 wurde die Schloß Wernigerode GmbH 10 Jahre alt. Von Anfang an hatte sie die Aufgabe, eigenwirtschaftlich sämtliche musealen Aufgaben zu erledigen, d.h. sie mußte dabei ohne jede öffentliche institutionelle Unterstützung die Aufgaben eines regulären Museums wahrnehmen. Zu diesem Anlaß laden am 23. Mai 2003 der Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. und der Museumsverband Niedersachsen und Bremen in Zusammenarbeit mit der Schloß Wernigerode GmbH zu der Tagung Moderne Organisationsformen von Museen ein. In dieser Tagung wird anhand von Referaten von ausgewiesenen Spezialisten den gegenwärtig brennenden Fragen nach dem Museum von Morgen nachgegangen. Herr Prof. Dr. Bernhard Graf als Direktor des Institutes für Museumskunde in Berlin wird die Frage nach der Vielfalt der Betriebsformen aufwerfen; Herr Stefan Rees vom Museum Schloß Drachenburg im Rheinland das neueste Beispiel einer Schloßanlage aus dem 19. Jahrhundert in der Form einer GmbH vorstellen; Herr Prof. Dr. Axel Dreyer von der Hochschule Harz das Thema Qualitätsmanagement als wichtiges und in Zukunft entscheidendes tourismusrelevantes Thema aufwerfen. Hinzu kommt noch die heute wichtiger als je erscheinende Fragestellung zum Thema Das Museum als Wirtschaftsfaktor, vorgetragen von Dr. Matthias Dreyer von der Stiftung Niedersachsen. Weitere Diskussionen und Statements runden das Tagungsprogramm ab. Am Abend gibt der geistige Vater der Idee eines Schlosses als Museums GmbH im Falle der Schloß Wernigerode GmbH, der Wernigeröder Landrat Dr. Michael Ermrich, einen Überblick über die Erfahrungen im Umgang mit 10 Jahren Schloß Wernigerode GmbH in einem Festakt in der Schloßkirche von Schloß Wernigerode. Den Ausklang bildet ein Festkonzert mit Werken Carl Philipp Emanuel Bach und der Jupitersinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart. Es musiziert das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode unter der Leitung von Musikdirektor Christian Fitzner. Die Schloß Wernigerode GmbH ist damit die älteste und wahrscheinlich auch erfolgreichste Museums GmbH in Ostdeutschland und hat darüber hinausgehend weitgehende Impulse abgegeben. 

14.04.2003
Der Ritter ist wieder da
Neueröffnung von 3 Themenräumen Höfische Repräsentation im 2. Rundgang von Schloß Wernigerode
Jedes Museum überregionaler Qualität definiert sich nicht nur über sein gesamtes Profil und seinen Publikumszuspruch, sondern auch über herausragende Exponate, die sich fest in das Bewußtsein des Publikums geschrieben haben. So ist es mit dem Pergamonaltar im gleichnamigen Museum, zu sehen auf der Museumsinsel in Berlin, mit dem ehemaligen mittelalterlichen Kaiserthron in der Domvorhalle in Goslar oder dem Braunschweiger Burglöwen in der Burg Dankwarterode des Herzog Anton Ulrich-Museums in Braunschweig. Für breite Publikumsschichten war der „Ritter“ des Schlosses Wernigerode ein zentrales und herausgehobenes Exponat, das im Jahr 1992 das Schloß Wernigerode auf immer verlassen zu haben schien. Dieser Ritter mußte in diesem Jahr an den eigentlichen Besitzer, das Deutsche Historische Museum in Berlin, zurückgegeben werden. Jahrelang vermißten die Besucher dieses Präsentationsobjekt und werden nicht müde, immer wieder nach ihm zu fragen. Nun ist er dank finanzieller Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt in einer anderen und nicht minder wertvollen Form auf das Schloß zurückgekehrt. Seit 14. April erscheint im Zusammenhang der Höfischen Repräsentation ein Renaissance-Turnierharnisch zu Pferde aus der Zeit zwischen 1520 und 1540 wieder erneut in der Ausstellung des Schlosses Wernigerode. Flankiert wird er durch einen Fußkämpfer aus der Zeit um 1510 und einem deutschen Trabharnisch der Zeit um 1580. Ebenso ist die seit kürzerem vermißte Wildwaage aus dem Jahre 1742 mit dem eingehängten Wildschwein wieder in diesem Bereich für das Publikum zu besichtigen. Weitere wesentliche Objekte zum geistigen Leben im 18. Jahrhundert im Umkreis des Wernigeröder Grafen Christian Ernst sind mit originalen Möser-Sammlungsschränken des 18. Jahrhunderts wie auch den originalen Gartenplänen des Wernigeröder Lustgartens aus der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts ausgestellt. Für Interessierte finden sich weitere besondere Akzente. So eine Eskimopuppe, die von Missionaren aus Grönland als Dank für die finanzielle Ausstattung auf Schloß Wernigerode im 18. Jahrhundert auf das Schloß Wernigerode zurückgesandt werden, aber auch literarische Zeugnisse, die die Einbettung der Familie zu Stolberg-Wernigerode in das geistig-literarische Leben im 18. Jahrhundert anhand originaler Zeugnisse vor Augen führen. Die höfische Repräsentation im 19. Jahrhundert wird u.a. durch eine 26 Blatt umfassende Handzeichnungfolge zur Silberhochzeit des Grafen Botho zu Stolberg-Wernigerode dargestellt, die jedes Jahr zwischen 1843 und 1868 anhand von besonders schönen und besonders feinsinnigen Zeichnungen emblematisch vor Augen führt. Das vor 2 Jahren durch den Wernigeröder Modellbauer hergestellte 2. Schloßmodell des Schlosses Wernigerode mit abgenommenem Dach, so daß die Raumfolge von oben dargestellt wird, findet ebenfalls in den neuen Ausstellungsräumen seinen Platz. Ergänzt wird die gesamte Ausstellung durch eine neu geschaffene Genealogie der Grafen und späteren Fürsten zu Stolberg-Wernigerode, die vom Mittelalter bis unmittelbar in die Gegenwart führt und bei der die jeweiligen regierenden Grafen durch Darstellungen im gesamten Museumsrundgang bildlich präsent gemacht werden. Die gesamte erweiterte Dauerausstellung wird in Räumen ausgestellt, die durch den Wernigeröder Tapetenrestaurator Lutz Walter untersucht wurden und in denen die originale grüne Raumfassung des Jahres 1779 wieder hergestellt wurde. In zwei der drei Räume befindet sich ein breiter Dielenfußboden aus ebendem Jahr 1779, im 3. Raum wurde ein originaler Gipsestrichfußboden der Zeit um 1710 restauriert. Insgesamt werden die neuerschlossenen Räume sicherlich dazu beitragen, den Erlebnischarakter eines Besuches auf Schloß Wernigerode nicht nur zu unterstreichen, sondern nachhaltig auszuweiten. Die Schloß Wernigerode GmbH freut sich über jeden Besucher, der auch dieses neue und erweiterte Museumsangebot wahrnimmt. 

04.04.2003
Ausstellung 10 Jahre Schloß Wernigerode GmbH

Ausstellung 10 Jahre Schloß Wernigerode GmbH. Aus den Ankäufen und Schenkungen Am 1. Mai 2003 feiert die Schloß Wernigerode GmbH ihr 10jähriges Jubiläum in der Betriebsform als Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Seit ihrem Bestehen hat die Schloß GmbH sich nicht nur um die Aufrechterhaltung des Museumsbetriebes, die Veranstaltung von Ausstellungen, Konzerten u.ä. gekümmert, sondern auch, wie es für jedes Museum kontinuierlich notwendig ist, Sammlungsgegenstände aufgekauft oder aber freundlicherweise von Privatpersonen geschenkt bekommen. In diesen 10 Jahren sind insgesamt ca. 6.000 Gegenstände gesammelt worden. In der Ausstellung in den Sonderausstellungsräumen im Frühlingsbau von Schloß Wernigerode wird davon eine Auswahl von knapp über 200 Gegenständen gezeigt. Die Ausstellung gliedert sich nach dem musealen Schwerpunkten, wie sie sich die Schloß Wernigerode GmbH seit 1998 gesetzt hat. Im ersten Raum sind Ansichten des gesamten Harzes zu sehen mit einem Schwerpunkt auf Wernigerode und dem Brocken. Hier finden sich sehr seltene Ansichten oder auch eine petrographische Karte des Harzgebirges von 1799. Besonders hübsch ist eine Souvenirrose mit Ansichten des Harzes aus der Zeit um 1890. Im zweiten Raum wird eine Auswahl der Eisenkunstgußsammlung der Schloß Wernigerode GmbH mit den drei Schwerpunkten patriotisches Eisen im 19. Jahrhundert, der Wiederaufnahme von Renaissancemotiven und dem Nachguß durch Eisenkunstguß und schließlich dem Thema Gebrauchseisen in seinen vielfältigsten Formen gezeigt. Die hier gezeigte Palette reicht von Toilettenspiegeln aus Gußeisen über eine gußeiserne Lampengarnitur bis hin zu dekorativen Wandtellern mit verschiedensten Motiven. Als Zentrum für Kunst- und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts wurden auch verschiedene Kunstobjekte aufgekauft. U. a. besitzt die Schloß Wernigerode GmbH 220 Handzeichnungen von Elise und Georg Heinrich Crola, dem sicherlich kunstgeschichtlich wichtigsten Malern des Harzes im 19. Jahrhundert. Eine Auswahl aus den hervorragenden Handzeichnungen von Elise Crola ist ebenso zu sehen, wie das wahrscheinliche Hauptwerk von Georg Heinrich Crola in Öl Der Ilsestein aus dem Jahr 1856. Ebenso zu finden sind hier Arbeiten von Max Liebermann, Radierungen von Sir Francis Seymor Haden, dem wichtigsten englischen Graphiker im 19. Jahrhundert oder aber eine Ölskizze von Leo von König aus dem Jahr 1918 mit einer unbekannten Berliner Stadtlandschaft. Dieses Thema ist um so bemerkenswerter, als da Leo von König fast keine Landschaften geschaffen hat und vor allem als Porträtmaler in Erscheinung getreten ist. Einen weiteren Schwerpunkt der Aufkäufe bildet naturgemäß der Bezug zur Familiengeschichte der Fürsten zu Stolberg-Wernigerode. Es sind sehr wertvolle Porträts aus der Geschichte der Familie, aber auch Ansichten der Baulichkeiten der mit der Familie verknüpften Adelssitze ausgestellt. Darüber hinaus werden einige historische Münzen und Medaillen präsentiert, darunter als älteste Münze ein mittelalterlicher Brakteat des Wernigeröder Grafen Albrecht aus dem 13. Jahrhundert. Besonders interessant sind auch die Sammlungsgegenstände zum Thema Preußen mit Porträts der Königin Luise von Preußen und ihrem Mann, König Friedrich Wilhelm III. Einen Höhepunkt bildet ein Stammbuch des Dieners des Wernigeröder Grafen Christian Ernst (reg. 1710-1771), in dem sich wichtige Einträge des gesamten Hochadels im 18. Jahrhunderts finden, aber auch von Künstlern, darunter eine Eintragung von Carl Phillip Emanuel Bach, der auf diese Weise erstmalig eine Beziehung zum Wernigeröder Grafenhaus herstellt. Den Endpunkt der Sammlungstätigkeit bilden Gegenstände zur allgemeinen politischen Geschichte im 19. Jahrhundert. Besonders kostbar ist ein Einblattdruck des preußischen Königs Friedrich Wilhelms IV. aus dem Revolutionsjahr 1848, mit dem die Gegenrevolution in diesem Jahr eingeleitet wurde. Darüber hinaus sind Karikaturen zum deutsch-französischen Krieg der Jahr 1870/71 sowie zum Kriegsausbruch 1914 zu sehen. Selbstverständlich erschöpft sich die Sammlungstätigkeit nicht in den genannten Themenkomplexen, sondern im weiteren Rundgang finden sich an verschiedensten Stellen bereits aufgekaufte Sammlungsgegenstände. Besonders bedeutsam sind in diesem Zusammenhang Aufkäufe zur Abrundung der originalen Raumausstattungen im Schloß Wernigerode. Die Ausstellung ist ab sofort in den Sonderausstellungsräumen des Schlosses zu sehen und läuft bis zum 8. Juni diesen Jahres. Am Montag, dem 14. April 2003, wird um 16.30 Uhr die Erweiterung des 2. Rundganges auf Schloß Wernigerode öffentlich eingeweiht. Interessierte sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingelade

18.03.2003
1. Wernigeröder Museumsfrühling

Die Schloß Wernigerode GmbH plant bei Ihrem Beitrag zum 1. Wernigeröder Museumsfrühling am 21. März 2003 für die Veranstaltung um 11.00 Uhr ein Gespräch über „Kunst und Krempel“ anzubieten. Wir rufen deswegen interessierte Bürger aus Wernigerode oder Umgebung her auf, Objekte aus Ihrem Besitz für die Veranstaltung um 11.00 Uhr in der Historischen Halle des Schlosses Wernigerode mitzubringen, um darüber ins Gespräch mit den Mitarbeitern der Schloß GmbH zu kommen, die sich bemühen werden, etwas zur Geschichte und zur Nutzung sowie eventuell zum Wert dieser Gegenstände auszusagen. Besonders schön wäre es, wenn Gegenstände sogar vorher auf das Schloß gebracht werden könnten, damit dann vielleicht im Vorfeld noch eine weitergehende Recherche möglich ist. Die Schloß Wernigerode GmbH wird sich bemühen, zu jedem Gegenstand etwas mitzuteilen, allerdings kann dies nicht in jedem Falle garantiert werden, da unter Umständen noch weitere Recherchen notwendig werden. Die Veranstaltung ist für alle öffentlich und kann von allen Interessierten um 11.00 Uhr kostenlos besucht werden. Des Weiteren finden über den gesamten Tag verteilt Führungen durch das Schloß Wernigerode in historischen Kostümen statt. Die Gegenstände können auf dem Schloß zu den üblichen Bürozeiten zwischen 9.00 und 16.00 Uhr jederzeit abgegeben werden und werden nach der Veranstaltung selbstverständlich wieder zurück gegeben. 

03.03.2003
Restaurierung des Porzellankabinetts auf Schloß Wernigerode

Gegenwärtig wird das ehemalige Porzellankabinett auf Schloß Wernigerode mit finanzieller Unterstützung des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt rekonstruiert. - Im Jahr 1920 richtete Fürst Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode in dem vorher als Frühstücksraum genutzten Zimmer ein Porzellankabinett im Art Deco-Stil ein. - Die modern anmutende Raumfassung stammt jedoch in großen Teilen aus dem Entwurf von Schloßbaurat Carl Frühling. - Bei Einrichtung des Feudalmuseums Schloß Wernigerode wurde ab 1949 in diesem Zimmer ein Stilzimmer mit der Ausgestaltung Biedermeier eingerichtet. Diese Präsentation war bis zum Herbst 2002 auf Schloß Wernigerode zu besichtigen. Dieser Raum ist seit der Zeit der Einrichtung im Wesentlichen nicht mehr restauriert oder rekonstruiert worden. - Im Herbst 2002 wurden historische Befunde durch Dipl.-Ing. Lutz Walter genommen und eine Restaurierungskonzeption erarbeitet, die die Wiederherstellung des ursprünglichen Porzellankabinetts zum Inhalt hat. Gegenwärtig wird die farbliche Fassung des Raumes wiederhergestellt, wobei sämtliche Profilleisten neu durch die Fa. Englich vergoldet werden. - Im Frühjahr wird mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten des Landes Sachsen-Anhalt und S.D. Phillip-Constantin zu Stolberg-Wernigerode das ursprüngliche Porzellan in den vorhanden historischen Porzellanvitrinen in diesem Raum wieder ausgestellt. - Im Zuge der Rekonstruktion werden erneut die noch vorhandenen historisch originalen Türen wieder in den Rundgang eingebaut. Diese sind durch historisch wertvolle, in die Türen eingelassene Ornamente, besonders wertvoll. 

17.02.2003
Jahresvorschau der Schloß Wernigerode GmbH
Das neue Jahr 2003 ist für das Schloß Wernigerode wiederum durch eine Vielzahl von verschiedenen Aktivitäten gekennzeichnet. Am 21. März findet zum ersten Mal der Wernigeröder Museumsfrühling statt. Sämtliche Wernigeröder Museen bieten über den Tag verteilt Höhepunkte außerhalb ihres normalen Programms an. Das Schloß Wernigerode, das Harzmuseum, die Krellsche Schmiede, das Museum für Luftfahrt, das Kleinste Haus, das Schulmuseum Benzingerode, das Feuerwehrmuseum Wernigerode, der Museumshof Ernst Koch in Silstedt und die Mahn- und Gedenkstätte Wernigerode bieten gemeinsam ein besonderes Programm an. Auf Schloß Wernigerode findet um 11.00 Uhr eine Aktion zum Thema Kunst und Krempel mit Expertisen zu Gefundenem vom Dachboden statt. Außerdem wird es über den ganzen Tag Sonderführungen in historischer Bekleidung geben. Das Frühjahr steht unter dem besonderen Stern des Jubiläums 10 Jahre Schloß Wernigerode GmbH. Deshalb findet am 23. Mai ein ganztägiges Symposium in Zusammenarbeit mit den Museumsverbänden der Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zum Thema Moderne Organisationsformen von Museen statt. Am Abend gibt es einen Festakt und ein Festkonzert in der Wernigeröder Schloßkirche. Zu diesem Thema paßt die Sonderausstellung des Frühjahrs die ab März in den Ausstellungsräumen im Frühlingsbau zu besichtigen sein wird 10 Jahre Schloß Wernigerode GmbH Aus den Ankäufen und Schenkungen. Das Jahresthema lautet Die Kunst der Verführung. So heißt denn auch die große Sonderausstellung des Sommers, die am 19.06.03 in der Historischen Halle eröffnet wird und bis Ende August läuft. Die Kunst der Verführung. Franz von Stuck (1863 – 1928). Sie widmet sich den Gedanken des Gesamtkunstwerkes und der künstlerischen Selbstvermarktung in der Zeit um 1900 am Beispiel des Münchner Künstlers Franz von Stuck. Viele der in dieser Ausstellung gezeigten graphischen Arbeiten werden dabei erstmals zu sehen sein. Zwischentitel: Wernigeröder Schloßfestspiele Zu diesem Thema inhaltlich paßt die diesjährige Oper der Schloßfestspiele. Von Gaetano Donizetti gibt es ab 8. August Der Liebestrank. Die Inszenierung stammt von Simone Zeisberg-Meiser und das Bühnenbild und die Titelgestaltung von Friederike Charlotte Hölscher. Damit hat es nach 2 Jahren von Regiearbeiten von Waltraud Lehner einen erneuten Wechsel in der Regie der Wernigeröder Schloßfestspiele gegeben. Die künstlerische Leitung liegt wie bislang stets in den bewährten Händen von Musiktirektor Christian Fitzner. Als Orchester fungiert wie stets das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode. In den letzten Jahren hat sich das Ballet für Kinder in der Regie von Heide Reinsch mit der RM Balance-Dance Company Blankenburg zu einem Publikumsliebling herauskristallisiert. Selbstverständlich wird es an 2 Tagen im August wiederum dieses spezielle Kinderprogramm mit dem „Schloßgespenst Werni“ geben. Im September beteiligt sich das Schloß Wernigerode erstmalig an der in der gesamten Stadt durchgeführten langen Nacht der Kirchen mit einem besonderen Programm zum Wernigeröder Pietismus in seiner Geschichte und Bedeutung im 18. Jahrhundert. Für den Herbst ist in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Landesmuseum Rudolstadt die Ausstellung Antlitz, Gestalt, Form, Klassizistisches Porzellan und Plastik in Mitteldeutschland für die Sonderausstellungsräume auf Schloß Wernigerode vorgesehen. Der beliebte und traditionelle nostalgische Weihnachtsmarkt findet in diesem Jahr am 29. und 30. November im Innenhof des Schlosses Wernigerode statt. Im Dezember werden zusätzlich der Rundfunkjugendchor Wernigerode unter der Leitung von Peter Habermann sowie der Chor des Gerhart Hauptmann-Gymnasiums in der Schloßkirche zu adventischer Musik zu erleben und zu hören sein. Zwischentitel: Neues im Museumsrundgang Wiederum wird es im musealen Rundgang auf Schloß Wernigerode in diesem Jahr zwei bedeutende Änderungen geben. Gegenwärtig restauriert die Schloß Wernigerode GmbH mit finanzieller Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt das ehemalige Biedermeierzimmer, in das im Frühjahr wieder das ehemalige fürstliche Porzellankabinett einzieht. Damit ist ein weiterer Raum in der Rekonstruktion der historischen Schloßräume erneut zu besichtigen. Dieser Raum war über 50 Jahre in dieser Form nicht eingerichtet. In den ehemaligen bis zum Jahr 1999 verwendeten Sonderausstellungsräumen wurde die originale Raumfassung im barocken Teil des Schlosses Wernigerode rekonstruiert. In der originalen Farbfassung von 1771 wird es unter dem Leitthema Höfische Repräsentation eine Erweiterung des Museumsrundgangs um weitere 3 Räume geben. Hier befinden sich seit Jahren sehnsüchtig vermißte Exponate, aber auch neue Gegenstände, die so interessant sind, daß über sie noch nichts im einzelnen verraten werden soll, da damit zu rechnen ist, daß sie große Begeisterung hervorrufen werden. Die Eröffnung dieses Dauerausstellungsteils findet am 14. April um 16.30 Uhr durch den Staatssekretär im Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, Herrn Wolfgang Böhm, statt. Somit sind dann ca. 50 Museumsräume in 2 Rundgängen auf Schloß Wernigerode zu erleben.