13. Wernigeröder Schloßfestspiele Zum Ausdruck in neuem Fenster öffnen Artikel per Email verschicken

First Night. Eröffnungskonzert
Samstag, 26. Juli 2008, 19.30 Uhr, Schloß Wernigerode®, Schlossinnenhof
(bei Regen: KIK-Saal im HKK-Hotel Wernigerode, Pfarrstr. 41)
Werke von Rossini, J. Strauß, Auber, Beethoven
Solist: Ramon Jaffé, Cello


Orfeo ed Euridice
Oper von Christoph Willibald Gluck (Wiener Fassung von 1762)
- in italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln -
Premiere: 8. August, 20.30 Uhr, Schloß Wernigerode®, Schlossinnenhof
(bei Regen: Fürstlicher Marstall)
Weitere Vorstellungen am 13., 15., 17., 21. und 23. August, jeweils 20.30 Uhr

Musikalische Leitung: MD Christian Fitzner, Regie: Stefan Zednik, Bühne & Kostüme: Annette Wolf, Film & Video: Anette Fleming, Ralf Klingelhöfer, Choreografie: Julia Graeber
Mit: Armin Gramer, Sonja Bisgiel, Anne Bretschneider, Paula Turcas, Franziska Meyer, Vocalis-Ensemble Dresden (Leitung: Arvid Heubner), Philharmonisches Kammerorchester Wernigerode

"Ach, ich habe sie verloren“ – die große Klagearie des Orpheus gehört zu den berühmtesten und bewegendsten Szenen der Opernliteratur. Die packenden, dramatischen Chöre und die ausdrucksvollen Arien, die die Zeitgenossen mit einem ganz neuen, wahrhaftigen Gefühl auf die Opernbühne überraschten, sichern dem Werk bis heute einen Platz auf den Spielplänen.
Mit der antiken Sage von Orpheus und Eurydike wählte Gluck den Opernstoff schlechthin. Er folgt der mythologischen Geschichte: mit der Macht seines Gesanges bezwingt Orpheus die Dämonen und Furien der Unterwelt, um Eurydike ins Leben zurück zu holen. An der entscheidenden Bedingung scheitert er jedoch: gegen das göttliche Verbot wendet er sich nach der Geliebten um. Damit endet die Sage tragisch, bei Gluck findet die Geschichte  jedoch – durch das Eingreifen des Liebesgottes Amor – ein glückliches Ende.

Operneinführung jeweils 19.45 Uhr, Weinterrassen / Schloss
Vorstellungsdauer ca. 2 Stunden 15 Minuten

 

Orpheus in der Unterwelt
Operette von Jacques Offenbach
Premiere: 9. August, 20.30 Uhr, Schloß Wernigerode®, Schlossinnenhof
(bei Regen: Fürstlicher Marstall)
Weitere Vorstellungen am 12., 14., 16., 19., 20. und 22. August, jeweils 20.30 Uhr

Musikalische Leitung: MD Christian Fitzner, Regie: Stefan Zednik, Bühne & Kostüme: Annette Wolf
Mit: Alexander S. Nikoliæ, Barbara Ehwald, Eduard Unruh, Rainer Schulze, Manos Kia , Anne Bretschneider, Paula Turcas, Maria Perlt, Jeanett Neumeister, Christian Wilms, Claudius Ehrler, Lis Dorlöchter, Georgi Sanin, Kathleen Kelly, Vocalis-Ensemble Dresden (Leitung: Arvid Heubner), Philharmonisches Kammerorchester Wernigerode
 

Die Operette „Orpheus in der Unterwelt“, mit der Jacques Offenbach 1858 in Paris Furore machte, ist eine geniale Parodie auf die antike Sage. Frech und respektlos stellt er die alte Geschichte auf den Kopf: Orpheus und Eurydike sind heilfroh, endlich voneinander los zu kommen, und haben sich längst nach anderen Partnern umgesehen.
Nicht weniger leichtsinnig und –lebig benehmen sich die olympischen Götter, Zeus, der um kein Abenteuer mit einer sterblichen Schönen verlegene Göttervater, an der Spitze. Eigentlich versteht er Pluto, den Gott der Unterwelt, nur zu gut, als der die schöne Eurydike vom Leben zum Tod befördert, um mit ihr in der Unterwelt lustig weiter zu leben.       
Alles könnte so schön sein, wenn nur die Öffentliche Meinung nicht wäre, die auf Sitte und Moral pocht - und auf die Einhaltung des Musters, das die antike Sage vorgibt. Orpheus muss in die Unterwelt und Eurydike zurückfordern, aber da geht es turbulent zu, nicht nur beim berühmten „Cancan“.
Vorstellungsdauer ca. 2 Stunden 30 Minuten

 

Ein höllisches Abenteuer
Musiktheater nach „Orpheus in der Unterwelt“ für Menschen ab 4
Premiere: 10. August, 15 Uhr, Fürstlicher Marstall
Weitere Vorstellungen am 13., 17., 21. und 23. August, jeweils 15 Uhr

Musikalische Leitung: MD Christian Fitzner, Regie: Julia Haebler, Bühne & Kostüme: Annette Wolf, Text: Ulrike Gondorf
Mit: Barbara Ehwald, Alexander S. Nikolic, Maria Perlt, Eduard Unruh, Manos Kia, Christian Wilms, Michael Mill, Vocalis-Ensemble Dresden (Leitung: Arvid Heubner), Philharmonisches Kammerorchester Wernigerode

Hans Styx hat es nicht leicht. Er muss die ganze Unterwelt in Ordnung halten, waschen und  kochen und außerdem noch alle möglichen Aufträge für seinen höllischen Chef Pluto erledigen. Kaum kommt er dazu, sich daran zu erinnern, wie schön es eigentlich auf der Erde gewesen ist, als er ein Prinz war, ein echter „Prinz von Arkadien“.
Richtig turbulent wird es in der Unterwelt, als Pluto dort mit der entführten Eurydike auftaucht und sie vor allen verstecken muss: vor ihrem Mann Orpheus, der sie zurückholen will, vor dem Göttervater Jupiter und seiner ganzen olympischen Delegation, die in der Unterwelt auftauchen, um nach dem Rechten zu sehen.
Wie 2007 mit „Bühne frei für Papageno“ nach Mozarts „Zauberflöte“ bieten die Schlossfestspiele auch in diesem Sommer eine eigens für Wernigerode entwickelte Vorstellung für Kinder an. Ulrike Gondorf bearbeitete diesmal Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt“. Wieder werden große Teile der originalen Musik erklingen, gespielt vom Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode. Für die kleinen (und ebenfalls willkommenen großen) Zuschauer singen und spielen Solisten, die auch in den Abendvorstellungen des Festspielsommers auf der Bühne stehen.

 

„Die Franzosen werden Sie lieben, mon cher…“
Eine Soirée zur Musik Glucks in Wien und Paris
Ein Stück von Barbara Ehwald nach einer Idee von und in Zusammenarbeit mit Stefan Zednik.
Premiere: 2. August, 18.30 Uhr, Historische Halle im Schloss   
Weitere Vorstellungen am 5., 13. und 18. August, jeweils 18.30 Uhr

Regie: Stefan Zednik
Mit: Barbara Ehwald

Die Königin Marie Antoinette ist in die Geschichte eingegangen, weil sie in der Französischen Revolution geköpft wurde. Weniger bekannt ist die wichtige Rolle, die sie für das Musikleben gespielt hat. 1772 lud die siebzehn Jahre junge Kronprinzessin von Frankreich ihren alten Musikmeister aus den Kindertagen am Wiener Hof nach Paris ein, den berühmten Christoph Willibald Gluck. Von ihm erhoffte sie sich neue Anregungen für das Musikleben in Paris. Und Gluck - obwohl schon im für die damalige Zeit hohen Alter von 60 Jahren - kam 1774 tatsächlich in die französische Hauptstadt.
In der Soirée mit Musik von Christoph Willibald Gluck und seinen französischen Zeitgenossen lädt „Marie Antoinette“ die Besucher in die Halle des Schlosses Wernigerode ein und erzählt von ihrem Leben am Hof und den aufregenden musikalischen Umwälzungen jener Tage.

Vorstellungsdauer ca. 1 Stunde

 

Bummel in die „Belle Epoque“
Eine musikalisch-theatralische Führung durch die Ausstellung über Napoleon III.
Premiere: 11. August, 18.30 Uhr, Ausstellungsräume im Schloss  
Weitere Vorstellungen am 15., 21. und 23. August, jeweils 18.30 Uhr

Regie: Stefan Zednik
Mit: Lis Dorlöchter, Michael Mill

 „Napoleon III., Kaiser der Franzosen“ steht im Mittelpunkt einer Ausstellung, die im Schloss Wernigerode anlässlich des 200. Geburtstags des Mannes zu sehen ist, der als Louis Bonaparte geboren wurde und alles daran gesetzt hat, nach dem Vorbild seines berühmten Onkels zum Herrscher Frankreichs aufzusteigen.
Das Paris Napoleons III., durchgreifend verändert und mit prachtvollen Repräsentationsbauten versehen, ist auch das Paris Jacques Offenbachs, der in seinem „Theatre des Bouffes Parisiens“ hinter die glänzenden Fassaden der neuen Metropole und der neuen herrschenden Klassen leuchtete und oft genug zeigen konnte, dass nicht nur auf seiner kleinen, sondern auch auf der großen politischen Bühne die Operette den Ton angab.
In einer inszenierten Führung durch die Ausstellung gibt es amüsant verpackte Informationen über Offenbach, den „Mozart der Champs Elysées“ und Napoleon, den Kaiser der Franzosen, sowie einige musikalische Überraschungen.

Vorstellungsdauer ca. 1 Stunde

 

Gastkonzert im Autohaus
Freitag, 29. August 2008, 19.30 Uhr, Mercedes-Benz Center Wernigerode, Dornbergsweg 41

Musikalische Leitung: MD Christian Fitzner
Philharmonisches Kammerorchester Wernigerode

 

Last Night. Schlusskonzert
Samstag, 30. August 2008, 19.30 Uhr, Schloß Wernigerode®, Schlossinnenhof
(bei Regen: Mercedes-Benz Center Wernigerode, Dornbergsweg 41)

Musikalische Leitung: MD Christian Fitzner
Philharmonisches Kammerorchester Wernigerode

Als fulminantes Highlight steht am Ende von fünf Wochen Festspielfieber auch in diesem Jahr wieder die legendäre „Last Night“ – eine Konzertnacht mit Überraschungsprogramm, ein Sommerabend prallvoll mit Sternstunden des klassisch-romantischen Orchesterrepertoires mit Hits aus Filmmusik, Oper und leichter Klassik. Musikalisches Vergnügen vom Feinsten, dargeboten vom Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode und herausragenden Gästen, dirigiert und moderiert von MD Christian Fitzner.