Wir erwarten den Kaiser ... Zum Ausdruck in neuem Fenster öffnen Artikel per Email verschicken

... auf Schloß Wernigerode. Zwei bis vier Stunden museumspädagogisches Programm in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Lehrerfortbildung Sachsen-Anhalt.

Ansprechpartner für diese Veranstaltung:

Eva-Maria Hasert, Tel. 03943-553035, kustodie@schloss-wernigerode.de

Das spezielle Angebot für Schulklassen

Das museumspädagogische Zusatzprogramm des Schlosses Wernigerode nutzt die Möglichkeiten eines repräsentativen Wohnschlosses des 19. Jahrhunderts, um mit den Schülern den Besuch des Deutschen Kaisers auf einem fürstlichen Schloss am Ende des 19. Jahrhunderts vorzubereiten. Dabei sind die Bediensteten genauso gefordert, wie auch die fürstliche Familie. Für unser Programm stehen uns zwei typische Räume zur Verfügung - die Wäschekammer und der Rauchsalon sowie der gesamte Ausstellungsbereich. Die Schüler und Schüler machen sich mit zeitgenössischen Tätigkeiten vertraut und wenden diese an. Dazu gehören u. a.:
- Schreib- und Leseübungen in alter deutscher Schrift
- das Eindecken einer Festtafel und Festlegung einer Tischordnung
- das Einüben der für das 19. Jahrhundert so wichtigen Umgangsformen
- das Organisieren einer Führung zum umgebauten Schloss

Was erwartet uns auf dem Schloss Wernigerode?
Aufregung herrscht auf dem Schloss, der Kaiser hat sich zu Besuch angesagt. Alle, egal ob sie zur fürstlichen Familie oder zum Personal gehören, sind nun gefordert. Dem Kaiser muss ein angemessener Empfang bereitet werden.

Zunächst tauchen wir in eine andere Zeit ein
Wir legen die Insignien der heutigen Zeit - Basecaps und Mobiltelefon - ab. Dann bilden wir zwei Gruppen, die "Fürstenfamilie" und das "Personal". Wir ziehen uns entsprechend an, die Kostüme liegen schon bereit.

Jetzt lernen wir unseren Arbeitsplatz kennen
Der Rauchsalon wird von der "Fürstenfamilie" in Besitz genommen, das "Personal" findet sich in der Wäschekammer ein.

Im Rauchsalon
- Die Fürstenfamilie muss für die Tischordnung sorgen und das Menü festlegen. Beides wird in der Schrift vom Ausgang des 19. Jahrhunderts festgehalten und an das Personal weitergegeben.
- Die Tischkarten werden ebenfalls von der fürstlichen Familie gestaltet. Sie können z. B. mit persönlichen Wappen gestaltet werden.
- Der Hofbaumeister mit seinen Gehilfen erkundet das Schloss und stellt eine Führung zusammen, um allen zu zeigen, was sich im Schloss mit dem Umbau verändert hat und wie die Wohnräume des Schlosses nun aussehen.

In der Wäschekammer
- Das Personal übt typische Tätigkeiten der Dienstboten aus. So werden zum Beispiel Silberteile geputzt und kaputte Wäschestücke gestopft.
- Die Diener üben das Binden einer Krawatte sowie das Kofferpacken.
- Dann wird ein Teil der Festtafel gedeckt.

Wir üben historische Umgangsformen
Die Personen auf dem Schloss gehörten unterschiedlichen Gruppen an. Der hierarchischen und traditionellen Welt des 19. Jahrhunderts nähern wir uns über die Umgangsregeln zwischen Diener und Herrscher sowie untereinander. In kleinen Gruppen wird dies nach einem Originalbuch geübt, dabei kann auch Respekt und Höflichkeit untereinander erfahren werden.

Die Gruppen begeben sich auf den Rundgang
Zum Abschluss des Programms begeben sich die beiden Gruppen auf den Rundgang durch das Schloss. Sie werden dabei vom Baumeister Frühling und seinen Gehilfen geführt, die auf wesentliche Veränderungen nach dem Umbau des Schlosses hinweisen.
Beide Gruppen stellen sich am Ende der Führung auf der Freitreppe des Schlosses zu einem gemeinsamen Erinnerungsfoto.